KOMPLEMENTÄR MEDIZIN

Nach Weitergabe meiner Praxisklinik im Jahr 2005, hatte ich als überzeugter Schulmediziner die Gelegenheit, auf Reisen und während meiner Tätigkeit für verschiedene Hilfsorganisationen viel über die Medizin der alten Kulturen zu erlernen.

Mit Können und Wissen über die Funktionalität der Natur, setzen diese Heiler ihr von Generation zu Generation erworbenes Wissen ein.
Eine dieser Schulen, die mich sehr faszinieren, ist das Wissen über den medizinischen Kanon von Avicenna.

Avicenna (980 n.Ch.) – oder Ibn Sina genannt – war ein persischer Arzt, Physiker, Philosoph, Jurist, Mathematiker, Astronom und Alchemist (Universalgelehrter). Er zählt zu den berühmtesten Persönlichkeiten seiner Zeit. 

Der Qanunat-Tibb (Kanon der Medizin) ist das bei weitem berühmteste von Ibn Sinas Werken. Er vereint medizinische Traditionen aus dem Griechischen, Römischen und Persischen

Die fünf Grundthemen sind: 

1.Theorie der Medizin, in den Grundprinzipien der Natur.
2. Pathologie und Behandlung von speziellen Organkrankheiten.
3. Allgemeinkrankheiten und Chirurgie.
4. Auflistung der Heilstoffe und ihre Wirkungsweise.
5. Produktion von individuellen Heilmitteln (Antidotarium).

Ibn Sina ist uns allen bekannter als manche meinen. Noah Gordon hat seine Medizin für seinen Bestseller "Der Medicus" studiert. In dem historischen Roman "Die Straße nach Isfahan" von Gilbert Sinoué spielt Ibn Sina die Hauptfigur. Er ist meiner Meinung nach aber viel mehr als eine interessante Romanvorlage, sondern eine wertvolle Ergänzung zu der diagnostisch medizinischen Ausbildung, besonders seine Tradition des Sehens.

Entscheidend ist, dass wir durch die Kombination von streng schulmedizinischen Techniken und sinnmachender Naturheilkunde eine komplementäre Struktur geschaffen haben, in welche wir auch erfolgreiche Heilpraktiker und naturheilkundliche Kollegen einbinden. 

Die Zielsetzung ist, abweichend von den üblichen eingetretenen Pfaden bestmögliche nebenwirkungsarme Therapien für den Patienten zu entwickeln. Wir folgen hier der Überzeugung von Avicenna, dass es keine Universaltherapie für alle Individuen gibt. Er war der Überzeugung, dass jeder Mensch eigene Mechanismen zur Gesundung hat.

Zu diesem Thema werden wir mehrere Vorträge anbieten.